Schock-Datenlogger

Schockdatenlogger - auch Beschleunigungs-Datenlogger genannt - zeichnen Beschleunigungen in 1, 2 oder drei Achsen auf.

Mini-DatenloggerSchock-Datenlogger

Ein Schockdatenlogger ist ein Beschleunigungs-Datenlogger, der Beschleunigungen je nach Anwendungsfall in 1, 2 oder 3 Richtungen aufzeichnet. Üblicherweise sind hier Beschleunigungen von ca. 15 g gemeint, größere Auslegungen sind jedoch ebenfalls realisierbar. Schock-Datenlogger werden heutzutage immer kleiner, damit ihr Eigengewicht den Prüfling nicht oder nicht nennenswert beeinflußt. Die Messreihen werden intern gespeichert und können zum Beispiel via USB-Kabel übertragen werden. Es gibt auch Systeme, welche die Daten auf Micro-SD-Karten speichern. Hier kann dann einfach die volle gegen eine leere Karte ausgetauscht werden, somit ist der Datenlogger sehr schnell wieder einsatzbereit.

 

Diagramm vom Schockdatenlogger MSR165Hohe Speicherkapazität

Datenlogger von MSR Electronics weisen heutzutage Speicherkapazitäten von 2.000.000 Messwerten auf. Die Messrate beträgt dabei max. 1.600 Messwerte pro Sekunde. Geringere Messraten sind selbstverständlich ebenfalls möglich. Reicht der Speicher nicht aus, können die Daten optional auf einer Micro-SD Speicherkarte mit bis zu 4GByte gespeichert werden. Man baut die Geräte heute so, dass Werte nur bei Überschreiten voreingestellter Triggerereignissen gespeichert werden - Ruhephasen werden nicht aufgezeichnet. Eine eingebaute Batterie bzw. ein Akku hält das Gerät bis zu 6 Monate betriebsbereit. Ein Besipiel für diesen Typ sind die Schock-Datenlogger (z.B. MSR 145 oder MSR 165) von MSR Electronics GmbH (Schweiz).


Anwendungsbereiche

Anwendungsbeispiel vom MSR165• Transportsicherung: Schadensnachweise. Ein Schock-Datenlogger (z.B. MSR 165) wird am Transportgut befestigt und zeichnet minutiös alle Vorkommnisse auf dem Transportweg und bei der Lagerung auf. Stürze, Rempler und andere unsachgemäße Beschleunigungen können so mittels eines Zeitstempels auf den Verusacher zurückgeführt werden.

• Maschinenbau: Einhaltung von vertraglich zugesicherten Erschütterungswerten. Kostspielige Fertigungsmaschinen können durch unsachgemäßen Transport beschädigt werden, die Folge sind oft langwierige Rechtsstreitigkeiten mit hohen Regressforderungen. Ein fest eingebauter Schockdatenlogger bringt hier schnell Klarheit über Art und Zeitpunkt eines unzulässigen Ereignisses.

• Fahrzeugbau: Einhaltung von Belastungsgrenzen. Im Falle von Verformungs- oder Bruchereignissen kann mit Hilfe im Chassis montierter Beschleunigungs-Datenloggern nachgewiesen werden, ob das Fahrzeug während der Garantiezeit innerhalb der vereinbarten Belastungsgrenzen betrieben wurde.

• Windkraftanlagen: Vibrationsmessungen an Rotorblättern. Mehraxiale Schockdatenlogger werden hier eingesetzt, um bei der Wartung derAnlagen eine schnelle Vermessung der Rundlaufeigenschaften der Rotoren zu ermöglichen und unerlaubte Schwingungen zu detektieren.

• Geologie: Erdbebenlogger. Erdstöße können mit Schwingungsdatenloggern genau und unkompliziert registriert und ausgewertet werden.

• Aufzüge: Qualitätssicherung. Die Datenreihen von einaxialen Beschleunigungsdatenloggern in Kombination mit Dehnmessstreifen geben ein genaues Bild über die Betriebssicherheit von Aufzügen ab.

 


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