Am Weinberg Frostschutz mit warmem Wasser

Königsbacher mit neuer Methode auch beim zweiten Versuch im Weinberg erfolgreich

Die Methode, bei Spätfrost Schäden im Weinberg zu verhindern, indem man warmes Wasser durch Rohre entlang der Pflanzen führt, hat sich auch beim zweiten Versuch bewährt. "Erfinder" der Methode sind zwei Königsbacher, der Student Jonas Lache und der Ingenieur im Ruhestand, Uli Eymann.

Erste positive Ergebnisse hat bereits ein Versuch im vergangenen Jahr erbracht. Daraufhin ist jetzt bei Niederkirchen ein richtiges Versuchsfeld angelegt worden (wir berichteten am Montag). In der Nacht auf Dienstag ist nochmals gemessen worden, wie stark sich die Lufttemperatur rund um die Rebe durch das warme Wasser erwärmt.

Genaue Zahlen kann Lache bisher noch nicht nennen. "Wir haben zahlreiche Messungen vorgenommen, die wir jetzt erst einmal auswerten müssen." Schon jetzt lasse sich aber sagen, dass die Methode funktioniere.

Insgesamt wurden acht Wasserleitungen à 130 Meter Länge verlegt. Zahlreiche Winzer hätten dabei mitgeholfen. Das warme Wasser kam aus Tanks, die die Hamburger Firma TWS Aqua GmbH zur Verfügung gestellt hat. Von diesen Behältern aus führen die Schläuche unterirdisch, in einer Tiefe von etwa 30 Zentimetern, zu den Rebzeilen. Dort verlaufen sie in Höhe des untersten Biegedrahts, etwa 70 bis 80 Zentimeter über der Erde.

Die Anlage werde nun bestehen bleiben, erklärte Lache. Falls in diesem Jahr noch späte Fröste auftreten sollten, werde sie nochmals genutzt, kündigte der Student an. Parallel dazu sucht er nach weiteren Winzern, die Interesse an der Methode haben. TWS Aqua habe auch für weitere Anlagen Unterstützung zugesagt.

Original-Artikel in DIE RHEINPFALZ

 

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