Die Entwicklungsgeschichte des Datenloggers

Dipl. Ing. (FH) Mark Schetter, 15.07.2016

Die Evolution des Datenloggers: Die Historie zeigt die spannende Entwicklung des Datenloggers, angefangen bei analogen Registriergeräten (Punkt- und Linien Schreibgeräten) bis hin zu modernen, portablen Mini Loggern.

 

Anfang des 20 Jahrhunderts

1900 - 1910

Punkt- und Linien Schreibgeräte (analoge Registriergeräte) werden eingesetzt, um Messgrößen zeitsparend zu erfassen und zu dokumentieren. Dabei wird das Messinstrument mit einem Uhrwerk verbunden. An den Zeiger des Messinstrumentes ist ein Stift befestigt, welcher die Messdaten auf einem Stück Papier vorschreibt, dass in der Zeitachse bewegt wird. Einer dieser ersten Linienschreiber wird von der Firma Siemens und Halske entwickelt.

 

Die 40er und 50er Jahre des 20 Jahrhunderts

40er Jahre

Transistoren (Punktkontakt Dioden) werden in den späten 40er Jahren in den Laboratorien der Bell Telephon Company entwickelt.

50er Jahre

In der sich anschließenden Evolution der Transistoren gehen bis zu den frühen Anfängen der 50er Jahre der Punkt-Kontakt-Transistor, der Bipolartransistor und der Feldeffekttransistor hervor.

 

Zwischen 1960 und 1980

Frühe 60er Jahre

Die  rapide Zunahme technischer Miniaturisierung ermöglicht die Unterbringung von Dutzenden von Transistoren und anderen Komponenten auf Silikonchips. Das Vermögen von Transistoren, als schnell reagierende Schalter eingesetzt zu werden, macht den Weg für digitale Technologie frei. Es entstehen die ersten Datenlogger.

1965

In Glasgow entwickeln Strangeways and McCulloch einen der ersten Multikanal Datenlogger (Limpet Logger), der analoge Eingangssignale digitalisiert und auf Magnetband aufzeichnet.

1966 - 1980

Die Kompaktkassette beginnt Ihren Siegeszug über das Magnetband. Die Firma Microdata baut 1966 den ersten Datenlogger, der den Einsatz von Kompaktkassetten als Speichermedium ermöglicht. Diese Datenlogger finden Ihren Einsatz bis in die späten 80er Jahre. 1977 erfindet Eli Harari von Hughes Aircraft den EEPROM (Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory). Durch diesen Speicher fällt die Notwendigkeit der ständigen Stromversorgung für Datenlogger weg.

1981

Lon und Ellen Hocker (Onset) entwickeln den ersten batteriebetriebenen, tragbaren Datenlogger (Tattletale).

 

Späte 80er bis heute

In den späten 80er Jahren leiten preiswert zur Verfügung stehende Flash-EEPROMs diejenigen Datenlogger ein, welche heute produziert und genutzt werden.

 

Quellen:

http://www.alte-messtechnik.de/hub/hub-2.htm

http://www.historische-messtechnik.de/passive-messgeraete/punkt----linienschreiber/groer-linienschreiber.php

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1256/wea.234.03/pdf

http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/02626666509493423

http://archive.computerhistory.org/resources/access/text/2012/03/102745933-05-01-acc.pdf

http://www.onsetcomp.com/corporate