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GSM-Datenlogger

GSM-Datenlogger haben gegenüber den normalen Datenloggern eine Besonderheit: sie sind mit einer handelsüblichen SIM-Card ausgerüstet und können daher über das Handy-Netz abgefragt und konfiguriert werden. Damit werden sie ohne besonderen Zusatzaufwand im globalen Internet verfügbar - selbstverständlich gegen unerlaubten Zugriff sicher geschützt.

GSM-Datenlogger sind nicht zu verwechseln mit Funkdatenloggern: letztere tauschen zwar ihre Daten ebenfalls per Funkstrecke aus, aber nur über eine begrenzte Entfernung über einige 100m - und nur mit speziell dafür ausgerichteten proprietären Basisstationen.

Standalone GSM Logger

img_rightStandalone-Logger sind Geräte, die pro Datenlogger über einen eigenen GSM-Zugang verfügen. Man braucht sie, wenn an einer weit entfernten - jedoch über GSM-Netz erreichbaren - Station z.B. Umweltdaten registriert werden sollen.

Typisches Beispiel für einen Standalone Logger ist der iBexis-MSP, ein autarker batteriebetriebener GSM/GPRS-Datenlogger mit Alarmfunktion und 10 analogen Messkanälen.

Auch der Squirrel SQ2020 von Grant kann optional mit einem GSM-Modem ausgerüstet werden - interessant vor allem bei Anwendungen, bei denen es auf hohes Speichervolumen (14 Mio. Messpunkte), große Kanalanzahl (16 single-ended bzw. 8 differenzielle Analog-Eingänge) und hohe Messwertauflösung (24 Bit) ankommt.

GSM Logger Cluster

Es gibt Anforderungen, in denen an einem weit entfernten Ort ganze "Loggerfarmen" unterschiedliche Umweltdaten einsammeln sollen - es wäre sehr ineffektiv, jeden einzelnen Logger mit einer SIM-Card auszurüsten und sie dann über das GSM-Netz alle einzeln abzufragen.

Deswegen baut man in solchen Fällen Cluster aus Funkdatenloggern auf, die ihre Daten mit einer ebenfalls am Messort installierten Basisstation per Funk austauschen. Die Basisstation ist ihrerseits wiederum mit einer SIM-Card ausgerüstet, die die Datensätze aller angeschlossenen Logger auf Wunsch an den Steuer-PC übertragen kann. Auch die Um- oder Neukonfigurationen einzelner Logger ist auf diese Weise möglich, ebenso eine Live-Beobachtung einzelner oder mehrerer der Cluster-Logger. Die maximale Funkentfernung zwischen einem Logger und der Basisstation ist hier auf ca. 150m festgelegt, so dass sich mit einem Durchmesser von 300m eine recht große Fläche überdecken läßt. Die Basisstationen können aber auch als Repeater arbeiten, so dass sich die überdeckte Fläche fast beliebig vergrößern läßt.

Ein typisches Beispiel für diese Geräteart stellt die RTR-5 - Serie von T&D dar. Eine ganze Reihe von Datenloggern für die unterschiedlichsten Messgrößen steht zur Verfügung. Alle stehen über Funk mit einer Basisstation RTR-500GSM in Verbindung, die in fest einstellbaren Intervallen alle Messwerte abholt und speichert. Da die Basisstation ihrerseits mit einer SIM-Karte ausgestattet werden kann, lassen sich die Messwerte zyklisch oder manuell über das GSM-Netz abholen. Auch die Live-Beobachtung einzelner Logger ist auf diese Weise möglich.

Weiterführende Links:

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